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Der Alte Friedhof Bielefeld

Einzigartig, geschichtsträchtig und mitten in Bielefeld

Der Alte Friedhof Bielefeld ist ein besonderes, denkmalgeschütztes Kleinod im Zentrum der Stadt. Mit dem Eintritt durch eins der schönen Friedhofstore rückt der betriebsame Alltag in den Hintergrund und es öffnet sich ein friedlicher Ort der Begegnung und Besinnlichkeit. Diese besondere Atmosphäre entsteht durch das harmonische Zusammenspiel von Alt und Neu. Alte, erhabene Bäume und bemooste Grabmäler umrahmen eine große, freie Wiese mitten auf dem Friedhof, die Sonne und Licht hereinlässt. Bänke laden zum Verweilen ein und bieten einen Raum zum Trauern, zum Innehalten und Erinnern. Unsere moderne und architektonisch beeindruckende Kapelle bildet einen gelungenen Kontrast zum Geschichtsträchtigen. 
Der Alte Friedhof – ein gelungenes Beispiel für die Zusammenführung von alter und moderner Bestattungskultur des 21. Jahrhunderts.

Viele bekannte Bielefelder Persönlichkeiten wurden im Lauf der Jahrzehnte auf dem Alten Friedhof beerdigt. Unter ihnen sind die Bürgermeister Körner und Delius, die Kaufleute und Fabrikanten Bansi, Bozi, Crüwell, Upmann und Woermann sowie der Schauspieler Junkermann und die Sängerin Marie Crüwell. Sie, die Schwester der berühmten Sophia Cruvelli, entstammte der Familie des Tabakfabrikanten Crüwell und trat an der Londoner Oper auf. 

Eine ausführliche Darstellung der historischen Grabstätten auf dem Alten Friedhof folgt in Kürze.


Aktion Friedhöfe auszeichnen auf dem Alten Friedhof in Bielefeld

Der Alte Friedhof am Jahnplatz steht jetzt im Zeichen des immateriellen Kulturerbes Friedhofskultur. Die Friedhofs GmbH Bielefeld brachte ein entsprechendes Schild auf dem Friedhof im Zentrum Bielefelds an, um so auf die Bedeutung der Friedhofskultur aufmerksam zu machen. Der Alte Friedhof ist damit teil eines bundesweiten Netzwerks von über 300 Friedhöfen in 122 Städten, die den diesjährigen Tag des Friedhofs am Sonntag, den 20.09.2020 der Ernennung der Friedhofskultur in Deutschland zum immateriellen Kulturerbe widmen. 

Bereits im März hatte die Kultusministerkonferenz auf Empfehlung der Deutschen UNESCO-Kommission diese Ernennung zum immateriellen Kulturerbe beschlossen. Allerdings ging die Auszeichnung im Corona-Lockdown völlig unter, weshalb man jetzt mit der Aktion „Friedhöfe auszeichnen“ auch bei uns in Bielefeld auf dieses vielschichtige Kulturerbe aufmerksam macht. „Es sind nicht die Friedhöfe an sich zum immateriellen Kulturerbe ernannt worden“, erläuterte Herr Krauß, „sondern die Friedhofskultur, also all das, was Menschen auf dem Friedhof tun.“ Dazu gehöre das Trauern, Erinnern und Würdigen genauso wie das Gestalten, Pflegen und Weiterentwickeln. 

„Der Friedhof ist vor allem auch ein Ort der Lebenden“, sagte Krauß weiter, „der weit über die persönlichen Trauerrituale hinaus identitätsstiftende Bedeutung für unsere Gesellschaft hat.“ Besonders bedeutsam ist die soziale Funktion des Friedhofs. Der Friedhof erweist sich als Treffpunkt für Familien und Angehörige und wirkt auch sozialer Vereinsamung von Hinterbliebenen entgegen. Nicht zu vergessen ist die Bedeutung der Friedhöfe auch für den Naturschutz, zum Beispiel als Ort der Biodiversität. 

Um diesem Facettenreichtum unserer Friedhofskultur zu verdeutlichen, ist ab Sonntag, den 20.09.2020 für zwei Wochen eine Ausstellung auf dem Alten Friedhof zu besuchen. Diese Ausstellung umfasst Plakate, die über den Friedhof verteilt präsentiert werden und die unterschiedlichen Aspekte hervorheben.